Insider Tipps Edinburgh – Pubs, Cafes & Co.

Hej Hej ihr Lieben oder wohl eher Cheers aus Edinburgh,

heute veröffentliche ich einen Beitrag, der mir schon ganz lange am Herzen liegt, denn heute komme ich endlich dazu, euch die besten Insider Tipps für Edinburgh zu geben – die meiner Meinung nach schönste Stadt der Welt! Ich warne euch vor, Edinburgh ist so unfassbar fotogen – es kommen viele viele Bilder! Korrekt ausgesprochen wird es übrigens richtig Schottisch „Edinbrrrrra“ – und ja, die Schotten rollen das R mindestens genauso schön wie die Bayern.

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Ich habe in Edinburgh für 1 Semester studiert und demnach eine ganze Zeitlang dort gelebt und auch danach war ich schon zweimal dort. Es geht eben nichts über diese wunderschöne Schottische Stadt am Meer, die so unfassbar viel zu bieten hat! Ich versuche hier wirklich nur meine Top Tipps für Edinburgh zu geben, denn gefühlt könnte ich ein ganzes Buch darüber füllen. Ich habe mich dort unfassbar wohl gefühlt und hoffe, euch hiermit ein bisschen Schottland-Feeling zu vermitteln.

Edinburgh Insider Tipps

Wann ist der beste Reisezeitpunkt?

Ich habe im Wintersemester dort studiert und kann nur sagen, dass das Wetter halb so schlimm ist! So richtig kalt mit Minusgraden wird es dank des Golfstroms nicht und auch der Regen hält sich in Grenzen. Es empfiehlt sich dennoch der Zwiebel-Look, egal zu welcher Jahreszeit. Im August kann man die Stadt der Festivals im Glanze des Military Tattoos erleben – mit Sicherheit ein Erlebnis, aber voll und teuer!

Auch im Winter lohnt sich Edinburgh, der Weihnachtsmarkt dort ist wirklich schön und alles ist zauberhaft beleuchtet. Zu Silvester gibt es ein riesiges Festival, aber besorgt euch rechtzeitig Tickets! Egal zu welcher Jahreszeit: Edinburgh hat immer ein ganz eigenes Flair und ja sogar kalter grauer Nebel kann die Stadt in diese ganz besondere Atmosphäre versetzen. Ich persönlich möchte unbedingt nächstes Mal im Frühling oder Sommer dorthin.

Unterkunft

Nachdem ich dort gewohnt habe, kann ich es mir nicht mehr vorstellen in einem Hotel zu schlafen, irgendwie käme ich mir dann so als „Gast“ vor. Daher habe ich bisher über Airbnb gebucht und hatte jedes Mal super viel Glück mit der Unterkunft. Mein liebstes und quasi „Heimatviertel“ der Stadt ist der kleine Teil „Bruntsfield“ an den Meadows. Im Viertel gibt es unzählige tolle Cafes und Läden, es ist sehr schön grün und ruhig und trotzdem ist man quer durch den Park sofort in der Altstadt. In Punkto Hotels habe ich zum Albyn Townhouse nur Gutes gehört und auch Martin’s Guesthouse sieht nicht schlecht aus. Generell empfiehlt es sich, rechtzeitig zu buchen.

Flug, Bus und Co.

Ab München kommt man am einfachsten und günstigsten mit Easyjet nach EDI! Vom Flughafen kommt man am besten mit dem Bus in die Stadt, der „Airlink“ fährt wirklich oft, mindestens alle 10 Minuten geht der Expressbus direkt vom Airport ins Stadtzentrum. Hier empfiehlt sich direkt ein Return Ticket für 7,50 Pfund. Man braucht eine knappe halbe Stunde ins Zentrum.

In Edinburgh selbst kann man sehr viel zu Fuß machen, ansonsten empfiehlt sich der Bus, das Busnetz ist wirklich top. Ein Tagesticket kostet 4 Pfund, eine einfache Fahrt, das Single Ticket, kostet 1,60. Wichtig: Schottische Busfahrer sind sehr eigen – man braucht das Geld für das Ticket IMMER passend und beim Aussteigen sollte man sich IMMER einmal kurz beim Busfahrer bedanken. Ansonsten zeigt man sich sofort als Touri – also lieber davor Geld abzählen, beim Busfahrer einwerfen, nett sein Ticket bestellen und beim Verlassen des Busses ein kurzes „Cheers“ und schon ist man für den Busverkehr gerüstet.

Naja fast, denn noch eine Eigenart – man muss dem Busfahrer winken, damit er anhält. Also einmal lässig die Hand rausstrecken und dann wird man auch mitgenommen. Übrigens auch sehr wichtig – auch wenn die Schotten gerne behaupten, sie hätten ja nichts mit den restlichen Briten gemeinsam – die britische Ordnungsliebe teilen sie. Man stellt sich wirklich überall schön brav hintereinander an. So auch an der Bushaltestelle!

Edinburgh Insider Tipps

Restaurants, Pubs und Cafes

Edinburgh ist mit gleich mehreren Top Unis eine absolute Studentenstadt und das merkt man an jeder Ecke. Es gibt unfassbar viele tolle kleine Cafes, ein paar Besondere muss ich euch aber vorstellen. Das Cafe Class am Tollcross ist super und für Edinburgh preiswert. Egal ob Frühstück, Lunch oder Kuchen – dort gibt es immer eine feine Karte! Schokoladenfans müssen unbedingt eine heiße Schokolade im Chocolate Tree in Bruntsfield schlürfen und sich mit etwas Glück den begehrten Platz im Fenster ergattern.

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Wer Schweden mag, der kommt in einem der Peter’s Yard Cafes voll auf seine Kosten. Außerdem empfehlen kann ich das Project Coffee in Bruntsfield – guter Kaffee zu fairen Preisen, aber wie gesagt es gibt so viele tolle Cafes, dass man an einem Wochenende gar nicht alles schafft!

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Essen ist in Schottland nicht unbedingt günstig – oft gibt es aber mittags oder auch an Werktagen gute Angebote. So bietet das Montpeliers in Bruntsfield Montag-Donnerstag 2 Gänge für 10 Pfund oder das Revolution Montags 50% auf einige Speisen und bis Donnerstags Cocktail Happy Hour. Allerdings gilt hier: rechtzeitig reservieren!

Peters Yard Edinburgh

Und nun zum Klassiker – den Pubs. In Edinburgh geht man nicht in irgendwelche Clubs, die wahren Feste werden in Pubs gefeiert und das am Wochenende zu Live Bands und mit einem bunt gemischten Publikum. Wer es gemütlicher mag, der ist in der Golf Tavern gut aufgehoben, auch hier spielt Freitags eine Band und das Essen ist top. Ein Muss ist das Schottische Dessert Cranachan, ein Traum aus Himbeere, Whiskey und Haferflocken (die Creme Double ignorieren wir mal gekonnt)! Man trinkt Bier oder Cider und das am besten Draught vom Zapfhahn. Mehr los ist in den bei Studenten beliebten Pubs Finnegans (unbedingt Baby Guiness probieren!) und Malones. Im Grunde gibt es aber insbesondere rund um den Grassmarket zig Pubs.

Sightseeing

Edinburgh hat unfassbar viel zu bieten. Die historische Stadt, die auf altem Vulkangestein direkt am Meer erbaut wurde, hat viele Attraktionen. Wenn man genug Zeit hat, sollte man meiner Meinung nach als erstes einmal vom berühmten Castle, das über der Altstadt liegt, über die Royal Mile bis hinunter zum Holyrood Palace laufen. Sollte die Queen nicht gerade in ihrer Residenz in Schottland zu Gast sein, dann kann man den Palast auch besichtigen – meiner Meinung nur etwas für einen längeren Aufenthalt oder große Royal Fans.

Dann bietet sich eine Wanderung auf den Arthur’s Seat geradezu an, man läuft etwa 45 Minuten nach oben, aber es lohnt sich, der Blick über die Stadt, das Meer bis hin zu den Highlands und der berühmten Brücke über den Firth of Forth entschädigt definitiv. So kann man sich gut einen Überblick über die eigentlich überschaubare Stadt machen.

EdinburghInsider Tipps Edinburgh

Neben dem höchsten Berg, sollte man auch unbedingt den Calton Hill erklimmen. Der kleine Hügel mitten in der Stadt an der Princess Street ist wohl das Wahrzeichen der Stadt schlechthin und das dortige Monument das Postkartenmotiv überhaupt. Besonders zum Sonnenuntergang ist es dort toll.

 

Calton Hill Edinburgh

Einen Besuch wert ist zudem die Victoria Street, die bunten Läden zieren viele Postkarten und sind wirklich schön! Am besten geht man vom Grassmarket einmal die Straße hinauf Richtung Castle.

Insider Tipps Edinburgh

Informiert euch mal rechtzeitig, welche Musicals oder Konzerte gerade in der Stadt sind, besonders für Musicals bekommt man oft in den hinteren Reihen günstige Tickets und auch von dort sieht man super!

Edinburgh hat absoluten Grusel- und Fantasyfaktor. Mich wundert es kein bisschen, dass dort die Harry Potter Bücher ihren Ursprung haben. Harry Potter Fans sollten sich das The Elephant House nicht entgehen lassen, in dem Cafe wurde angeblich ein Großteil des ersten Buches verfasst. Auf dem Friedhof hinter der bekannten Bobby Statue – dem Greyfriars Kirkyard – sind auf den Grabsteinen den Harry-Potter Fans wohl sehr bekannte Namen zu finden: Thomas Riddel, Mc Gonagall, Moodie und Co. haben dort ihren Ursprung und dienten als Inspiration. Ebenso wie übrigens die George Heriot Schule nebenan, die mal eben Pate stand für das berühmte Hogwarts. Eine Straße weiter liegt auch die Poterrow…Da wundert mich gar nichts mehr in Sachen Harry Potter! Gruselfans können übrigens in Edinburgh eine von vielen Ghost Tours besuchen.

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Strand

Wer mehrere Tage in der Stadt hat, sollte sich unbedingt Zeit nehmen, einmal ans Meer hinaus zu fahren. Besonders empfehlen kann ich das Naturschutzgebiet zwischen Gullane und North Berwick, der Stadtstrand in Portobello lohnt sich meiner Meinung nach nicht. In Gullane gibt es das Deutsche Cafe Falko mit exzellentem Brot und Kuchen. Den Busfahrplan findet ihr hier.

Auch wunderschön ist der Botanische Garten, der sich fabelhaft mit einem Spaziergang am River Leith verbinden lässt. Der Spaziergang führt einen auch am Dean Village vorbei, das einen sofort auf das Schottische Hinterland versetzt, aber mittlerweile zur Stadt hinzugewachsen ist.

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Und wenn es wirklich nur regnet?

Auch wenn es meistens nur ein Schauer ist, es gibt in Edinburgh zahlreiche tolle Museen, die großteils sogar kostenlos sind. Das National Museum of Scotland zum Beispiel, das übrigens auch eine tolle Dachterrasse mit Cafe hat oder eine der vielen Art Galleries. In der National Gallery of Scotland ist auch ein schönes Restaurant zu finden! Das empfiehlt sich auch zur Tea-Time!

Das berühmte Castle ist leider relativ teuer und lohnt sich meiner Meinung nach nur, wenn man zum einen Zeit hat und zum anderen wirklich interessiert ist an der (Militär)-Geschichte Schottlands. Wenn man dort ist, dann sollte man sich um 1 Uhr Mittags nicht die traditionelle one o‘ clock gun entgehen lassen. Montags bis Samstags wird Punkt 13 Uhr ein Kanonenschuss abgefeuert. Der Ursprung dieser Tradition liegt in der Zeit der Seefahrer, als die Segelschiffe eine exakte Zeitvorgabe brauchten.

Edinburgh Castle

Shoppen

Also ich als Frau kann nur sagen: Shoppen in Edinburgh lohnt sich! Gut, ich liebe den nordischen Stil und genau den findet man dort auch. Insbesondere die vielen kleinen Läden in Bruntsfield rund um das Chocolate Tree (ja, ich nehme ein Schokoladen-Cafe als Zentrum meiner Orientierung) sind süß und eignen sich wunderbar für Geschenke, man sollte dort unbedingt mal in einen der kleinen Kartenläden schauen. Ansonsten kann ich ein wenig abseits vom Trubel der Princess Street die George Street empfehlen – Läden wie Antropologies, Jack Wills und Fatface lohnen sich einfach immer.

Letztendlich kann ich nur sagen, dass mich Edinburgh immer wieder aufs Neue fasziniert. Als Reiseführer kann ich den kleinen National Geographig Explorer empfehlen, handllich und übersichtlich und mit vielen guten Tipps!

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Also nichts wie rein in den Schottenrock (tragen sie nun eigentlich etwas darunter oder nicht?), Regenjacke (die man sowieso nicht braucht) eingepackt, Wanderschuhe an und los geht es. Wenn ihr noch Fragen habt, ich etwas vergessen haben sollte oder ihr auch noch tolle Edinburgh Insider Tipps habt, ran an die Tasten und her damit!

Cheers und liebste Grüße,

Hannah