Tortano – herzhaft gefülltes Brot perfekt für den Weihnachtsbrunch

Hej Hej ihr Lieben,

bei lauter Plätzchen, Lebkuchen und süßen Sachen bekommt man irgendwann das dringende Bedürfnis nach etwas Herzhaftem. Kennt ihr das, man knetet Plätzchenteig, sticht Sterne aus, schmilzt Schoki und nascht und nascht und…braucht auf einmal ein deftiges Käsebrot mit sauren Gurken. So geht es zumindest mir meistens. Daher habe ich auch sofort zum Weihnachtsbrunch dieses herzhaft gefüllte Brot im Kopf gehabt. Das sieht nicht nur super aus, sondern schmeckt auch richtig lecker. Dabei hat man auch noch tausende Variationsmöglichkeiten.

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Das Grundrezept hierzu stammt aus Leila Lindholm’s Buch „Noch ein Stück“. Allerdings kann man wie gesagt bei der Füllung der Brote wirklich nach Lust und Laune variieren. Ich habe für dieses Brot Feta, gegrilltes Gemüse, eingelegte Tomaten und Oliven verwendet, aber man kann wirklich alles nehmen. Ich liebe auch die Variante mit Ziegenkäse, Honig und Walnüssen, aber auch klassische Füllungen für nicht Veggies mit Schinken, Tomaten, Feta etc. sind super lecker. Wer es exotisch mag, der kann auch eine Curry-Ananas Variante backen, mit Roter Bete Farbe ins Spiel bringen oder durch eine Lachs-Füllung für Hochgenuss sorgen. Ihr seht schon – das ist so ein richtiges Hannah Rezept – denn man kann einfach alles kombinieren.

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Habt keine Angst vor dem Hefeteig, mein Tipp ist eine gut verschließbare Schüssel, die sich an einem warmen Ort – sprich im Winter auf einer kuschlig warmen Heizung – besonders wohlfühlt. Ansonsten wird das schon von ganz alleine.

Hier kommt das Rezept.

Man braucht:

  • 1/2 Würfel frische Hefe
  • 300 ml lauwarmes Wasser
  • 2 EL Olivenöl
  • 1 EL Honig
  • 2 TL Meersalz
  • 400g Dinkel- oder Roggenmehl, Hälfte Vollkorn
  • 1 Glas Oliven
  • 1 Packung Feta
  • 1 kleines Glas eingelegte Tomaten
  • 1 Glas gegrillte Paprika

Und so geht es:

  1. Die Hefe mit warmen Wasser, Olivenöl, Salz und Honig in einer großen Schüsel wirklich nur ganz kurz anrühren, dann 5 Minuten stehen lassen.
  2. Anschließend zunächst nach und nach das Mehl dazu geben. Es sollte ein elastischer Teig entstehen. Es kann sein, dass man evtl. etwas mehr Mehl oder Wasser braucht. Der Teig sollte nicht mehr an den Händen kleben und sich zu einer Kugel formen lassen, aber trotzdem nicht allzu trocken sein.
  3. Den Teig mit ein bisschen extra Olivenöl bestreichen und auch ein wenig in die Schüssel unter die Teigkugel geben. So klebt danach nichts an. Die Schüssel dann mit einem leicht feuchten Küchentuch abdecken und an einem warmen Ort ca. 40 Minuten auf die doppelte Größe aufgehen lassen.
  4. In der Zwischenzeit die Zutaten für die Füllung klein schnippeln.
  5. Den Teig sehr vorsichtig auf einer bemehlten Arbeitsfläche zu einem etwa 1 cm dicken Rechteck ausrollen. Ich mache das immer direkt auf einem Backpapier. Wirklich nicht zu sehr drücken und ziehen, damit der Teig seine Lockerheit nicht verliert.
  6. Das Brot kann nun beliebig gefüllt und geformt werden. Diese Beschreibung ist für ein Tortano, es entsteht also ein gefüllter Brotkranz. Dazu das Rechteck an den langen Seiten mit etwas Wasser bestreichen und die Füllung auf dem Teig verteilen. Dann von der langen Seite her aufrollen und vorsichtig zu einem Kranz formen. Die Naht muss auf jeden Fall unten liegen.
  7. Den Ring mit ein wenig Mehl bestäuben, auf ein Backblech legen und nochmal etwa 30 Minuten zugedeckt gehen lassen. Den Ofen in der Zwischenzeit auf 250°C vorheizen. Das Brot in die Mitte des Ofens schieben und die Temperatur sofort auf 200°C reduzieren. Etwa 35 Minuten backen. Macht sich auch super als Gastgeschenk. Und welche Variationen habt ihr so im Angebot?

Ich wünsche euch allen schon mal ein wunderschönes Wochenende und hoffe, dass sich der vorweihnachtliche Stress ein wenig in Grenzen hält. Immer dran denken, wobei es eigentlich an Weihnachten geht – und Stress oder Geschenke im Überfluss sind sicherlich nicht der wahre Grund für die Feiertage.

In diesem Sinne herzliche Grüße,

Hannah

 

 

Von Hofläden und Wochenmärkten

Hej Hej ihr Lieben,

heute soll es mal nicht um ein Rezept gehen, heute möchte ich euch ein paar Tipps geben, wie man sich gesund, nachhaltig und auch günstig ernähren kann. Denn es heisst ja immer Bio sei so teuer und viele greifen deshalb nach wie vor lieber zu Produkten beim Discounter. Grundverkehrt ist das natürlich auch nicht – denn oft versteckt sich ein bekannter Hersteller hinter No-Name, doch dazu im Beitrag dann noch mehr…Denn generell ist es wirklich einfach sich regional und saisonal zu ernähren.

Aber alle meine Tipps zu „Clever Einkaufen, Essen und Kochen“ findet ihr nun hier.

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Tipp 1: Informiert euch über Saisongemüse und Obst. Das ist immer deutlich günstiger und viel frischer. Es hat keine langen Transportwege hinter sich und schmeckt einfach zehn Mal besser. Es gibt viele Kochbücher, die sich mit Saisonalität befassen, einen Überblick gibt beispielsweise auch Kät’s Studentenküche – im hinteren Teil des Buches ist eine wunderbare Übersicht über Obst und Gemüse sowie die entsprechenden Zeiten. Saisonale Produkte sind außerdem günstiger, hier könnt ihr gut sparen.

Tipp 2: Findet einen Hofladen oder Wochenmarkt in eurer Nähe. Ihr findet unter http://www.hofladen-deutschland.de/ mit Sicherheit auch einen Laden in eurer Nähe. Denn dort könnte ihr lokale Waren kaufen statt zu anonymen Produkten im Supermarkt zu greifen. Außerdem könnt ihr dort exakt die Menge kaufen, die ihr braucht. Das spart Geld und es wird auch nichts weggeworfen. Es muss auch nicht unbedingt Bio Qualität sein – wenn ihr beim Bauern nebenan einkauft und wisst, dass die Lebensmittel eine tolle Qualität haben, dann ist das doch genauso wertvoll.

Tipp 3: Plant im Vorfeld, was ihr essen möchtet. Daraufhin schreibt ihr dann eine Einkaufsliste und haltet euch daran. So wandern keine unnötigen Lebensmittel in den Einkaufswagen und ihr habt exakt das zu Hause, was ihr braucht. Somit gebt ihr weniger Geld aus und kauft lieber eine bessere Qualität.

Tipp 4: Fleisch vom Bauernhof direkt kaufen. Erkundigt euch in der Nachbarschaft nach lokalen Bauernhöfen, die Fleisch direkt vom Hof verkaufen. Ihr zahlt meist selbst für Bio Qualität nicht mehr, denn ihr spart sämtliche Kosten für Vertrieb und Transport. Oft kann man dann auch gleich größere Mengen abnehmen, wenn beispielsweise ein Rind geschlachtet wird und das einfrieren.

Tipp 5: Verwertet Alles – auch Reste! Das betrifft einmal Fleisch, es gibt oft vergessene Fleischarten, die super schmecken und relativ günstig sind – eben weil es nicht unbedingt ein Filet ist. Hier helfen bodenständige Kochbücher, wie „Das große Bauernhofkochbuch“ oder Jamie Oliver’s „Cook Clever with Jamie“. Das betrifft aber auch eure Reste daheim im Kühlschrank. Man kann aus so vielen Lebensmitteln leckere Resteverwertung machen – Nudelauflauf, Smoothies und Co. sind super Beispiele.

Tipp 6: Lieber weniger Fleisch und Fisch, dafür eine gute Qualität kaufen. Esst lieber einmal pro Woche richtig gutes und hochwertiges Fleisch oder Fisch und dafür richtig gute Qualität. Euer Körper und Geldbeutel danken es euch.

Tipp 7: Eigener Kräuter- und wenn möglich Gemüsegarten. Habt einen eigenen Gemüsegarten und wenn ihr – so wie ich auch – keinen Garten habt, dann habt zumindest frische Kräuter im Topf zu Hause. Es geht einfach nichts über frisches Basilikum, leckeren Schnittlauch oder Petersilie. So könnt ihr Vieles aus dem eigenen Anbau verwenden. Oft gibt es ja auch gerade in Städten die Möglichkeit zum Garten-Sharing.

Tipp 8: Too much information? Nicht bei Lebensmitteln! Informiert auch genau, schaut beim Einkaufen auf die Zutaten und die Herkunft. So kann man auch beim Discounter mit gutem Gewissen einkaufen. Wusstet ihr, dass sich hinter dem Bio-Fruchtquark bei Aldi Andechser versteckt? Lebensmittel müssen nämlich immer mit dem Genussmittelkennzeichen ausgestattet sein – das ist ein Code, der das Land z.B. „DE“, das Bundesland z.B. „BY“ und sogar den genauen Betrieb kennzeichnet. Das könnt ihr beispielsweise hier unter http://www.supermarktcheck.de/no-name-hersteller/ herausfinden.

Das waren nun einige hoffentlich interessante Tipps für euch, ich freue mich natürlich auch immer über Ergänzungen, neue Ideen und Anregungen. Ich wünsche euch einen wunderschönen Tag und viel Freude beim Einkaufen!

Buttermilch Brot – ganz einfach & schnell

Hallo,

mir hat der Nikolaus ein neues Koch- und Backbuch in den Stiefel gelegt – und ich habe mir es schon ewig gewünscht. Es ist „das grosse Bauernhof Kochbuch“ von Sarah Mayor und ich liebe es einfach. Ein herrlich bodenständiges, britisches und fabelhaft aufgemachtes Buch, das von Basics über Backen und Kochen einfach Alles vereint, was das Herz begehrt. Dabei ist es wunderbar normal und schon beim ersten Mal durchblättern habe ich so viele Rezepte gesehen, die ich ausprobieren will. Von Scones über Huhn bis hin zu einfachen Brotrezepten ist Alles dabei.

Und nachdem ich nun Urlaub habe, muss meine Küche so einiges aushalten…gestern habe ich ein Buttermilch Brot gebacken. Und das ganz ohne Hefe – der Original Titel im Buch lautet Sodabread. Eben deshalb, weil man statt Hefe Natron bzw. Backpulver verwendet. Das Brot ist in weniger als 10 Minuten vorbereitet und muss auch nur 25 Minuten backen. Ich habe ein neutrales Brot gebacken, aber man kann auch süß oder herzhaft variieren. Sei es mit leckeren Gewürzen, getrockneten Zwiebeln oder Tomaten und mit würzigen Kräutern. Auch Oliven oder Trockenobst passen perfekt. Wer es mal exotischer mag, kann auch rote Bete und Feta dazu geben und erhält ein fantastisch aussehendes lila Brot.

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Aus dem Einkaufskorb:

  • 500g Mehl (Vollkorn oder normales Mehl, ich habe zur Hälfte Dinkelvollkornmehl und zur Hälfte Dinkel normal verwendet)
  • Salz
  • 1 EL Backpulver oder Natron
  • 500ml Buttermilch
  • 1EL Honig
  • Gewürze nach Wunsch

Und so einfach geht es – es werden 2 kleine Brote:

  1. Ofen auf 200 Grad Umluft vorheizen.
  2. 500g Mehl mit 1TL Salz und 1 EL Backpulver oder Natron mischen. Nach und nach in eine Mulde in der Mitte der Schüssel 500ml Buttermilch einrühren. Ich habe noch 1 EL Honig dazu gegeben. Das Brot nur ganz kurz kneten, sonst verliert es seine Lockerheit.
  3. Auf einer leicht bemehlten Arbeitsfläche nochmal vorsichtig durchkneten, mit feuchten Händen geht das besser, dann klebt der Teig nicht so – der darf nämlich auf keinen Fall zu trocken werden.
  4. Den Teig halbieren und 2 kleine runde Brote formen. Ich mache das immer direkt auf einem mit Backpapier belegten Backblech, so spart man sich das Putzen der Arbeitsfläche und die Brote können direkt so in den Ofen wandern. Die Brote noch je ca. 3cm tief kreuzweise einritzen und dann auf der mittleren Schiene in den Ofen schieben.
  5. 15 Minuten bei 200 Grad backen, dann auf 180 Grad Umluft runter schalten und weitere 10 Minuten backen.

Aktuelles Lieblings Kochbuch: Käts Start-Up Küche

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Heute muss ich euch unbedingt mein neues Lieblings-Koch bzw. Backbuch vorstellen. Und zwar heisst das Käts Start-Up Küche von Katerina Dimitriadis und ist gerade eben erst erschienen. Ich bin schon ein riesen Fan von ihrem ersten Kochbuch und umso mehr habe ich mich gefreut als ich dieses neue Kochbuch neulich entdeckt habe. Ich finde die Mischung der Rezepte perfekt, es ist wirklich etwas für jeden dabei. Die Kategorien sind in Frühstück & Brunch, den kleinen Hunger, Rezepte für viele & den grossen Hunger, sowie lauter leckere süße Sachen & Kuchen unterteilt. Auch die Aufmachung ist super schön. Ausserdem hat mir gefallen, dass sich keine Rezepte aus dem ersten Kochbuch wiederholen.

Ich freue mich auf jeden Fall aufs Ausprobieren der Rezepte, denn schon bei Käts Studentenküche ist mir aufgefallen, dass wirklich jedes Rezept etwas wird und die Mengenangaben stimmen. So macht Kochen Spass. Und auch Veganer und Vegetarier kommen vor allem beim zweiten Kochbuch voll auf ihre Kosten. Viele Rezepte sind von sich aus schon vegetarisch, bei fast allen sind Tipps zum Umwandeln in vegane oder vegetarische Rezepte dabei. Also ran an den Kochlöffel und ganz viel Spass.

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